Kinderhaus
Die Konzeption im stetigen Wandel

Die Konzeption im stetigen Wandel

Unsere Konzeption wird durch innere und äußere Einflüsse wie neue Kinder, neue Eltern, neues Personal geprägt und entwickelt sich stets weiter. Insofern unterliegt unser Konzept einem prozessualen Wandel, wir überprüfen es gemeinsam in regelmäßigen Abständen und passen es den gegebenen Umständen an.

Unterstützend evaluieren wir seit 2008 die acht Aufgabenbereiche des Berliner Bildungsprogramms (BBP) intern. Im Rahmen unseres Teams wählten wir einen Themenbereich des BBPs aus, aus gegebenem Anlass fingen wir beispielsweise mit dem Aufgabenbereich 4 „Raumgestaltung“ an. Wir besprachen den „Ist-Zustand“ des Kinderhauses, erarbeiteten neue Ziele, die wir zukünftig in unserer Arbeit erreichen und festigen wollten. Mittlerweile folgten alle anderen Arbeitsbereiche.

Die Evaluation sehen wir als Chance der stetigen Weiterentwicklung, aber auch als Wertschätzung und Intensivierung unserer Arbeit an. Im März 2009 nahmen wir erfolgreich an der externen Evaluation teil.

Pädagogische Orientierung des Kinderhauses

Pädagogische Orientierung des Kinderhauses

„Das Wichtigste, was wir unseren Kindern mitgeben sollten: Wurzel und Flügel.“
Johann Wolfgang von Goethe

Unser Hauptziel ist es, die Selbständigkeit des Kindes zu steigern und seine direkte Abhängigkeit vom Erwachsenen zu verringern. Im Kinderhaus gelten die Kinder als vollwertige, „ganze“ Menschen.

Wir arbeiten nach dem Situationsansatz und dem Berliner Bildungsprogramm und erbringen unsere Ziele stets begleitet von dem Nachhaltigkeits- und Qualitätsgedanken, wobei auch Ansätze anderer pädagogischen Konzepte, je nach Erzieher/in, mit in die Arbeit einfließen. Wir verstehen uns als eine moderne und dennoch traditionelle Einrichtung, in der wir in einer familiären Atmosphäre unsere pädagogischen Ziele verfolgen.

Das Freispiel, die Sprachfreude und die Bewegung stehen bei uns im Vordergrund.

Im Freispiel konstruieren und rekonstruieren die Kinder ihre Umwelt und Lebenswirklichkeit und es ist für sie ein selbständiger Lernprozess. Erfahrungen werden freiwillig, mit allen Sinnen und mit Spaß verarbeitet, über Versuch und Irrtum, ohne Druck und Versagensangst und mit dem Einsatz der ganzen Persönlichkeit. Die Kinder verfolgen das, was für sie gerade wichtig ist, das Tempo und die Inhalte werden selbst bestimmt; es stehen Lernbereiche wie das Sozialverhalten, das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen im Vordergrund. Wir sind davon überzeugt, dass die im vielfältigen Spiel erworbene Erfahrung, die beste Vorbereitung auf die Anforderungen in der Schule bietet.

Bei allen Erziehern gilt: das Kind steht stets im Mittelpunkt.
Wir ermutigen, fördern und unterstützen das Kind auf seinem Weg mit Respekt, Achtung und Wertschätzung. Ebenso gehören auch die Eltern mit in unseren Alltag, denn nur bei einem Miteinander ist eine bestmögliche Förderung möglich.

Die Erzieher verstehen sich als Begleiter der Kinder auf dem Weg zu einfühlsamen, kritischen, verantwortungsvollen und an ihrer Umwelt interessierten und beteiligten Menschen.

Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit

Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit

Kinder lernen über das Spiel, über Handeln und Ausprobieren, aus eigenständiger Problemlösung. Sie brauchen Reize, Impulse und Motivation. Die Schwerpunkte im Überblick:

Einführung des Kindes in eine größere Gruppe
Die Entwicklung des Zugehörigkeitsgefühls, das Kind kann sich in der Gemeinschaft zurecht finden, es kann Meinungen äußern, zuhören, akzeptieren und verstehen. Wir arbeiten mit altershomogenen Gruppen, weil die Kinder einen ähnlichen Entwicklungsstand haben. Es können z.B. Bastelangebote, Veranstaltungen, Wanderungen dem Alter gemäß ausgesucht werden. Zudem haben die Kinder die Möglichkeiten, sich untereinander zu vergleichen und zu messen. Die Kinder können auch in diesem Modell voneinander lernen, denn jeder hat andere Stärken und Schwächen. Die Kinder können optimal gefördert werden, es werden so weder die großen Kinder unterfordert – noch die kleinen Kinder überfordert.

Körper, Bewegung und Gesundheit
Die Bewegung ist für die kindliche Entwicklung von besonderer Bedeutung. Sie dient der Ausbildung, Kräftigung und Gesunderhaltung des Körpers und schafft insbesondere bei Kleinkindern Verknüpfungen im Gehirn, die später für Denkvorgänge, zum Beispiel in der Schule, benötigt werden. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung unterstützt dieses Vorgehen, hierfür gibt es die „kinderhauseigne“ Küche, die einen hohen Anteil an Bio-Kost beinhaltet und täglich frisch zubereitet wird.

Musik
Jeder Mensch ist musikalisch, jedes Kind erst recht. Musik fördert die kindliche Intelligenz und die innere Ausgeglichenheit. Neben den Singspielen und der Verwendung kinderhauseigner Musikinstrumente, gibt es auch Unterstützung durch eine externe Musikpädagogin, welche 1x wöchentlich mit jeder Gruppe eine Musikstunde durchführt.

Naturwissenschaftliche GrunderfahrungenNaturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen
Naturwissenschaftliche Beobachtungen und der Umgang mit technischen Geräten und Medien regen zum Experimentieren an und erzeugen Fragen. All diese Fragen beziehen sich auf naturwissenschaftliche Phänomene. Das Kind nimmt durch Beobachten, Beschreiben, Vergleichen und Bewerten seine belebte und unbelebte Umwelt wahr. Es streift beim Erforschen z.B. Bereiche der Biologie und der Physik, entsprechend der eigenen Logik und Interesse. Das Kind übt sich im Umgang mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen. Es werden dbzgl. zahlreiche unterschiedliche, dem Bedarf angepasste, Projekte durchgeführt.

Bildnerisches Gestalten
Weil sie noch am Anfang ihrer Sprachentwicklung stehen, bieten ästhetische Wahrnehmung und bildnerischer Ausdruck gerade für die Jüngsten gute Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Malen und Zeichnen hilft ihnen zu verarbeiten, zu strukturieren, was sie täglich erleben, und somit ihre Phantasie zu entwickeln. Im Kinderhaus stehen den Kindern im Alltag zahlreiche, altersgemäße Materialien zur freien Verfügung, welche sie darin unterstützen. Die ErzieherInnen unterstützen sie in der Erkundung dieser Materialien und geben ihnen durch zahlreiche Bastelarbeiten die Möglichkeit diese für sich zu entdecken.

Soziale und kulturelle Umwelt
Im Kinderhaus sind die Kinder erstmals in einer größeren Gemeinschaft, sie spiegelt die Vielfalt unserer Gesellschaft wider, die Kinder können Unterschiede und Gemeinsamkeiten entdecken. Alle haben hier die gleichen Rechte und Möglichkeiten, so können die Kinder kindgerecht Demokratie erleben. Es werden gemeinschaftliche Entscheidungen getroffen, z.B. wird der Gruppenname von den Kindern vorgeschlagen und demokratisch gewählt, die Projektauswahl findet häufig mit den Kindern gemeinsam statt, die Tages- bzw. Wochenplanung wird mit den Kindern, nach Möglichkeit, gemeinsam gestaltet. Die Eltern unterstützen dies durch Vorleben, wie z.B. an der aktiven Teilnahme an Elternabenden und Mitgliederversammlungen. Ebenso bringen sie nach Möglichkeit unterschiedliche kulturelle Hintergründe mit ein, und stellen diese z.B. bei denen von ihnen vor- und zubereiteten Länderfrühstücken vor. Unterschiedliche Sprachen der Kinder werden stets wertgeschätzt und nach Möglichkeit im Alltag aufgegriffen.

Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien
Sprache ist ein lebendiges Ereignis und es ist ein prägendes, nachhaltiges Erlebnis, wenn Dialoge gepflegt und die Sprechenden emotional beteiligt sind. Eine „integrierte Sprachförderung“ aktiviert den Sprachbedarf, die Sprechmotivation, die verbale Ausdrucksvielfalt: alltägliches Miteinander-Sprechen, Singen, Reimen, Wortspiele, Geschichten vorlesen, Nacherzählen, Miteinander-Spielen sind Erlebnisse und Sprachanreize, von denen die Kinder ganz nebenbei auch noch in der Vergangenheit berichten. In unseren Projekten und im Alltag findet sich die Zu-Hilfenahme zahlreicher Medien wieder, z.B. werden die alltäglichen Erlebnisse der Kinder, ihnen und ihren Eltern durch Fotos auf unserem digitalen Bilderrahmen dargestellt, die Projekte werden bisweilen durch adäquate Hörspiele oder kleine Filme unterstützt, Fragen der Kinder werden oft unter Einbeziehung des Internets erörtert. Die Schriftkultur kann aufgrund der Altershomogenität ebenfalls adäquat gefördert werden, beginnend mit dem Erlernen der richtigen Stifthaltung, der alltäglichen Begleitung und Orientierungshilfe durch Bild und Schrift (Kennzeichnung der Fächer, Handtücher, Servietten, Regenhosen o.ä.), über Ausmalbilder hin zum Schreiben des eignen Namens und dem Kind bekannten Wörtern. In ihren Sprachlerntagebüchern können Eltern und Kinder die gemachten Fortschritte in Wort und Bild ständig beobachten.

Mathematische Grunderfahrungen
Mathematik hilft dem Kind sich in der Welt zu orientieren, sie zu ordnen und sich dabei auf verlässliche Größen zu beziehen zum Beispiel auf Zahlen, die Uhr oder die sieben Tage der Woche. Unsere Geburtstagskalender oder Tischdienstpläne helfen den Kindern dabei. Zahlen- und Rechenspiele kommen im Verlaufe der Kindergartenzeit hinzu.

Förderung des Selbstwertgefühls, des Selbstvertrauen und der Selbständigkeit
Wir ermutigen und unterstützen das Kind, für sich selbst zu sorgen. Dazu zählen u.a. Essen, Anziehen, Konflikte lösen, eigene Bedürfnisse und Wünsche zu artikulieren. Wir ermutigen das einzelne Kind, an seine Fähigkeiten und Kräfte zu glauben. Es hat Zutrauen in seinen Körper und erprobt ihn immer wieder neu. Dies sind unentbehrliche Motivationsstützen für alle Lernprozesse. Anerkennung der Kinder, wechselseitige Hilfe bei Lösungsversuchen in Problemsituationen, die Selbständigkeit soll auch durch Zurückhaltung des Erziehers gefördert werden. Unsere Frühstücksbesuche z.B. fördern bei den Kindern das Selbstbewusstsein, sie dürfen ihr Spielzimmer zeigen, führen uns vom Kinderhaus zu ihnen nach Hause, sie sind stolz, im Mittelpunkt zu stehen. Des Weiteren lernen die Kinder, bewusst ihre Umwelt wahrzunehmen, da sie uns den Weg zeigen und sie die Verantwortung tragen.

Das Freispiel
Das Freispiel ist das selbstbestimmte Lernen der Kinder, sie konstruieren und rekonstruieren ihre Lebenswirklichkeit in diesem. Im Freispiel können sie Ort, Dauer, Material sowie Partner für ihr Spiel frei wählen. Aus einer Spielsituation ergibt sich die nächste und das Spiel der Kinder wird immer weiter vertieft, es ist unendlich und geschieht mit allen Sinnen, mit starker emotionaler Beteiligung, mit geistigem und körperlichem Einsatz.

Wichtiges von A bis Z

Altershomogene Gruppen

Wir betreuen insgesamt max. 40 Kinder in drei altershomogenen Gruppen. Wir sind der Überzeugung, dass die unterschiedlichen Fähigkeiten schon bei Kindern eines Jahrgangs weit gefächert sind und dass man diesen in altershomogenen Gruppen am besten gerecht wird. So werden bei Ausflügen, Projekten o.ä weder die „Großen“ unterfordert, noch die „Kleinen“ überfordert. Zudem sind die Vergleichsmöglichkeiten mit Gleichaltrigen für Kinder enorm wichtig und wir können so im Idealfall eine stabile Gruppe mit gleich bleibenden ErzieherInnen über drei Jahre gewährleisten.

Natürlich sehen wir aber auch die Vorteile der Altersmischung. Gerade die beiden „älteren“ Gruppen haben auch viele gemeinsame Unternehmungen und wenn nicht gerade Gruppenbezogene Arbeiten stattfinden gibt es offene Gruppenarbeit.

Ausflüge

…gibt es bei uns jede Menge zu Fuß, mit Bus und Bahn. Ob Bücherei, Spielplätze der Umgebung, Theater, Planetarium, Wald, Domäne Dahlem, Museen, Feuerwehr und Polizei, Kinder zu Hause oder Eltern bei der Arbeit – die Auswahl ist schier grenzenlos und stets dem Alter der Gruppe angepasst.

Betreuungsschlüssel

Aktuell haben wir 1 Erzieher & 3 Erzieherinnen in Vollzeit, sowie 2 Erzieherinnen in Teilzeit, damit erreichen wir einen Schlüssel von 7 Kindern pro Erzieher (Vorgabe seitens des Senats 9:1). In der „Kernzeit“ von 09.00 – 14.30 Uhr sind somit pro Gruppe zwei ErzieherInnen präsent.

Bring- und Abholzeiten

Die Bringzeit beginnt um 07.30 Uhr. Im Interesse der Kinder bitten wir die Eltern bis spätesten 08.45 Uhr die Kinder zu „bringen“, dann besteht noch ausreichend Zeit, um sich angemessen zu verabschieden, Fragen zu stellen, bzw. kurze Infos weiterzugeben ehe dann um 09.00 Uhr das Frühstück beginnt. Eine zweite Bringzeit für „Heimfrühstücker“ gibt es in der Zeit von 09.30 bis 09.45Uhr.

Die Abholzeit beginnt um 14.30 Uhr und richtet sich nach der Höhe des Betreuungsumfanges. Um eine kontinuierliche Gruppenarbeit gewährleisten zu können, bitten wir die Zeiten im „Regelfall“ einzuhalten, Ausnahmen können natürlich jederzeit abgesprochen werden.

Eingewöhnung

Der Eingewöhnung neuer Kinder kommt eine besondere Bedeutung zu. Sie sollten hierfür 2-4 Wochen einplanen; die Öffnungszeiten werden in dieser Phase nur schrittweise verlängert. Begonnen wird beispielsweise mit 2 h im Garten, am 3. Tag zusätzlich gemeinsames Frühstück (wer möchte), nach Belieben Teilnahme am Mittagessen, ab ca. der 3. Woche gemeinsame Mittagsruhe… Die Details besprechen wir mit Ihnen bei Vertragsabschluss. Die Eingewöhnungsphase gehört zu den für alle Beteiligten emotionalsten Abschnitten des Kindergartenjahres. Die Kinder erleben sich selbst neu, befinden sich in einem Übergang mit Freude, Neugier, Stolz auf den neuen Status, haben aber auch Gefühle von Verlust und Abschied. Die Eltern fragen sich, ob es ihrem Kind gut gehen wird? Habe ich Vertrauen in die Erzieher? Was erwarte ich, habe ich Verlust oder Konkurrenzgefühle? Unser Ziel ist es, Sie und die Kindern in dieser sensiblen Phase zu begleiten, zu helfen und zu unterstützen. Deswegen fragen Sie alles, was Sie fragen möchten.

Elternabend

findet ca. alle 8-12 Wochen statt. Eltern werden hier von den ErzieherInnen über die Arbeit im Kinderhaus und Entwicklungen in der Gruppe informiert, ferner werden aktuelle Themen, Termine und Feste besprochen. Gleichzeitig gibt es für die Eltern die Möglichkeit Fragen zu stellen, Anregungen zu geben oder Kritik zu äußern. Kurz- alle die Gruppe betreffenden Themen werden hier besprochen.

Elterninitiative

Entsprechend der Art und Zielsetzung der Elterninitiativ-Kindertagesstätte ist der engagierte Einsatz der Eltern erwünscht und erforderlich. Besonders notwendige Leistungen der Eltern (z.B. Instandhaltung der Räumlichkeiten, Kochdienst, Putzdienst, Grundreinigung, Verwaltung, Mitarbeit bei bestimmten Aktivitäten) werden gemeinsam festgelegt. Die übernommenen Verpflichtungen sind einzuhalten. Im Kinderhaus ist es bislang gelungen den Eltern die Notwendigkeit dieser Dienste so zu vermitteln, dass sie als selbstverständlich betrachtet werden und nicht als zeitintensives Übel. Schließlich sind sowohl Kinder als auch Eltern für (mindestens) drei Jahre Teil eines Größeren, dessen Ziel es ist das Bestmögliche für die Kinder zu erreichen.

Entwicklungsgespräche

Einmal jährlich findet ein so genanntes Entwicklungsgespräch statt. Ohne Druck werden hier die Erfahrungen über Fortschritte im Reifeprozess des Kindes ausgetauscht. Verbesserungswünsche/vorschläge werden besprochen, stets mit dem Ziel, das „Bestmögliche“ für das Kind zu erreichen. Bei Notwendigkeit finden selbstverständlich auch auf Anfrage Einzelgespräche statt.

Frühstück

Das Frühstück ist die erste interne Gruppenaktivität des Tages. Hier wird um 09.00 Uhr mit den Kindern der Tag besprochen/geplant, Erlebnisse der Kinder vom Vortag werden erzählt und natürlich wird auch gegessen. Die Kinder bringen ihr Frühstück von zu Hause mit, ein bisschen Brot, Obst/Gemüse auch Joghurts oder Cornflakes sind erlaubt. Nur von Süßigkeiten bitten wir die Eltern Abstand zu nehmen, da diese unnötigen Neid hervorrufen und wenn dann an alle verteilt werden.

Nach ca. drei Monaten findet 1x pro Woche das „Wunschfrühstück“ statt, das die Kinder selbst planen, in Kleingruppen abwechselnd einkaufen gehen und andere notwendige Vorbereitungen (z.B. Brot backen, Obst/Gemüse waschen und schneiden, Pudding oder Waffelteig zubereiten etc.) treffen. Hier sehen die Kinder wie verschieden ein Frühstück sein kann und wir können zum Beispiel viel über die verschiedenen Obst- oder Brotsorten sprechen und lernen.

Nach ca. einem halben Jahr finden die ersten Frühstücksbesuche statt. Hierbei wird die Gruppe zu einem Kind nach Hause eingeladen, wo sich die jeweiligen Eltern dann um die Vorbereitungen kümmern. Wir verbringen dann den Vormittag beim Kind, welches sein Zuhause präsentieren kann. Häufig entstehen hierdurch neue Verabredungswünsche der Kinder, da eine „Unbekannte“ (das fremde Zuhause) schon einmal verschwindet.

Garten

Unser großer, eigener Garten ist das „Sahnehäubchen“ des Kinderhauses. Mit den zahlreichen Spielgeräten, Dreirädern, Gemüsegarten etc. lädt er zum Spielen, Toben und Erkunden ein. Er bietet uns außerdem die Möglichkeit auch bei bastel-/projektbetonten Vormittagen, wenigstens zum Abholen noch einmal an die frische Luft zu kommen.

Hausschuhe

Jedes Kind braucht Hausschuhe (am besten rutschfeste Hausschuhe/Gymnastikschuhe), die bitte mit Namen versehen sind (können dann zugleich zum Turnen mitgenommen werden).

Individualität

Jedes Kind ist anders und das ist auch gut so. Jedes hat seine Stärken und Schwächen. Unser Ziel ist es jedes Kind individuell zu fördern, aber auch gleichzeitig das Zusammensein in einer Gruppe mit all den damit verbundenen Schwierigkeiten beizubringen. Gemäß dem „Kindergarten“ sehen wir die Kinder als einen bunten Strauss Blumen, der durch seine Vielfalt gewinnt.

Jahreszeitenfeste

3x im Jahr feiern wir mit den Eltern nachmittags ein Fest (Faschings-, Sommer- und Laternenfest). Jeder hilft bei der Organisation und der Durchführung mit und wir schauen uns die Theateraufführung der Erzieher an (Fasching), haben wilde Wasserbombenschlachten (Sommerfest), oder verbringen am Lagerfeuer eine gemütliche Zeit (Laternenfest). Auf alle Fälle aber eine gemeinsame lustige und schöne Zeit.

Kontakt

Einmal im Jahr findet bei uns ein „Tag der offenen Tür“ statt. Interessierte Eltern haben hier die Möglichkeit, sich ein Bild von unserem Kinderhaus zu machen.Es gibt Zeit für Gespräche, der Garten und die Räume können besichtigt werden. Ein buntes Kinderprogramm mit Spielen, Basteln oder Kinderschminken sorgt für viel Spaß. Natürlich gibt es auch Kaffee und Kuchen, Imbiss und Getränke. Außerhalb dieses Termins, finden Kennenlerngespräche/Führungen nur statt, wenn auch ein Platz angeboten werden kann. Wir bitten hierfür um Verständnis, da wir uns für solche Gespräche auch stets viel Zeit nehmen, um möglichst alle Fragen beantworten zu können wäre dies sonst zu zeitintensiv.

Platzanfragen, Wartelistenanfragen oder einfach generell alle Fragen richten sie am besten per E-Mail an uns:
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Konzept

Hier gibt es unser vollständiges Konzept zum Downloaden.

Küche

Wir haben eine eigene Küche, in der durch zwei Teilzeitkräfte frisch (und meist Bio) das Mittagessen zubereitet wird. Im Kinderhaus gibt es eine ausgewogene Ernährung, bei der neben z.B. Aufläufen, Suppen oder Eintöpfen auch die Fischstäbchen mit Pommes nicht fehlen. Zu jedem Essen gibt es eine Vor- oder Nachspeise.

Lage

Das Kinderhaus ist erreichbar mit dem Bus 186 Haltestelle „Binger Straße“ sowie mit der U-Bahn (U3 Station „Breitenbachplatz“ oder „Rüdesheimer Platz“).

Mitgliedschaft

Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden, die den Zweck des Vereins unterstützt und dieser Satzung zustimmt. Durch Abschluss eines Betreuungsvertrages werden die Eltern automatisch Mitglied im Kinderhaus Binger Str. e.V. .Mindestens einmal im Jahr findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt, bei der z.B. die Finanzen oder anstehende sowie gelaufene Projekte besprochen werden, bzw. die Vorstände und auch andere Verwaltungsposten zur Wahl stehen. Für die Eltern eines Kindes besteht die Möglichkeit der Stimmübertragung untereinander. Auch nach Ablauf des Betreuungsvertrages besteht die Möglichkeit Mitglied zu bleiben und sich auch so um den Fortbestand des Kinderhauses zu kümmern.

Mittagsschlaf

Für „Schlafkinder“ steht im ersten Kindergartenjahr ein separater „Schlafraum“ zur Verfügung. Ab dem zweiten Jahr gibt es für alle eine Mittagsruhe mit z.B. Vorlesen oder CD hören. Jeder Gruppenraum hat hierfür seine Kuschelecken und wer will, kann natürlich auch hierbei noch schlafen.

Musik

1x pro Woche kommt unsere Musikpädagogin „Gisi“ und macht mit den Kindern Musik; es wird gesungen, getanzt, Instrumente und Rhythmus ausprobiert und Freude an der Musik geweckt.

Öffnungszeiten

Mo - Fr 7:30 - 16:30 Uhr

Projekte

Die Neugier und den Wissensdurst von Kindern zu stillen ist ein großes Anliegen in unserem Haus. Hierzu führen wir auch zahlreiche Projektarbeiten durch. Diese sind in ihren Anforderungen stets dem Alter angepasst, entwickeln sich häufig aus Fragen der Kinder und orientieren sich damit an ihren reellen Bedürfnissen. Ob wir also im ersten Jahr nach Krabbelkäfern im Garten suchen, uns die Obstfliege Brumsesum besucht um uns etwas über die Ernährung beizubringen oder ob wir dann im dritten Jahr den Weltraum erforschen… es gibt viele Fragen deren Beantwortung mehr Raum in Anspruch nehmen.

Putzen

wird täglich durch einen externen Dienstleister übernommen und über den Zusatzbeitrag finanziert.
2 x im Jahr findet eine Grundreinigung durch die Eltern statt.

Quatsch machen

…ist bei uns erlaubt und erwünscht!

Reisen

In der dreijährigen Kinderhauszeit werden zwei Reisen angeboten. Die erste Reise zu Beginn des dritten Kinderhausjahres für zwei Übernachtungen innerhalb Berlins (Konradshöhe) und eine zweite zum Abschluss für 4 Tage ins Umland (Baitz).

Schließzeiten

2 Wochen in den Sommerferien, zwischen Weihnachten und Neujahr sowie die Woche nach Ostermontag. Genaue Daten werden frühzeitig bekannt gegeben.

Schule

Das Kinderhaus unterhält einen engen Kontakt zur nahe gelegenen Grundschule am Rüdesheimer Platz. Durch das frühzeitige Kennenlernen der Schule durch Büchereibesuche, wöchentliches Turnen, Einladungen zu Veranstaltungen und einer Schnupperstunde kurz vor Schuleintritt erleichtern wir den Kindern den Übergang in die Schulzeit.

Spenden

...auch hier sind wir gerne Ansprechpartner für Sie ;)

Turnen

1x pro Woche gehen die Kinder ab dem 2. Kinderhausjahr zum Turnen in die Grundschule am Rüdesheimer Platz. Hier nutzen wir die Aula und zahlreiche Sportgeräte. Besonders im Winter ein echtes Highlight.

Übernachtungen

Als Vorbereitung auf unsere Reisen, zur Stärkung des Selbstbewusstseins und des Gemeinschaftsgefühls finden in der Kindergartenzeit mehrere Übernachtungen statt.

Vorschularbeit

„Vorschularbeit“ ist ab dem 1. Kinderhausjahr mit in den Tagesablauf integriert. Wir möchten aber keine „Beschulung“ der Kinder. In Projekten fördern wir ihre Konzentrationsfähigkeit ebenso wie die Feinmotorik. Noch wichtiger ist uns jedoch das soziale Wachsen. Wir ermutigen Kinder Kritik zu äußern, bzw. anzunehmen, vor anderen zu sprechen, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln und für sich selbst einzustehen.

Wechselwäsche

Jedes Kind hat bei uns Platz für seine Wechselwäsche (Strümpfe, Unterwäsche, Hose, Pullover...). Auch hier bitte alles mit Namen versehen. Auch Regenhose, Matschhose und Gummistiefel können im Kinderhaus bleiben.

Windeln

Bei uns müssen die Kinder noch nicht „sauber“ sein, Windeln wechseln ist kein Problem.

Zähneputzen

Nach dem Mittagessen putzen sich alle Kinder die Zähne. Jedes Kind bekommt hierfür vom Kinderhaus seine eigene Zahnbürste und Zahnputzbecher. Zusätzlich kommt regelmäßig das Zahnpflegekrokodil „Kroko“ (LandesArbeitsGemeinschaft für Zahnheilkunde) zu Besuch, um die Kinder für dieses Thema zu sensibilisieren.

Zusatzbeitrag

Wir erheben einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag, welcher die Kosten der Musikpädagogin, den erhöhten Erzieherschlüssel, die Lohnkosten für die Reinigungsfirma und Köchinnen abdeckt.

Von diesem Zusatzbeitrag werden auch sämtliche Theater- oder Museumsbesuche, sowie Gruppengeschenke o.ä. bezahlt.